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HBRS Sportfreizeit

Sportl. Veranstaltungen

November
02.11.2019 Mitgliederversammlung GPR / Rotenburg
02.11.2019 16. Integ. Tischtennis Turnier / Frankfurt
03.11.2019 28. integratives Spiel- und Sportfest / Frankfurt
08.11.2019 MIA-Abschlussveranstaltung / Hannover
08.-11.11.2019 Goalball Liga-Pokal/ Hambung
15.11.2019 30 jähre TSV Langgöns e. V. / Langgöns
16.11.2019 HBRS Sportlerehrung Neu-Isenburg
18.11.2019 Fachforum: Leistungssport in Hessen - Der hessische Weg 7 Frankfurt
19.11.2019 Schwimmwettkampf / Darmstadt
19.11.2019 HM Fußball der KME Schulen / Wetzlar
23.11.2019 Goalball Lady-Cup / Fulda
23.11.2019 LLG Showdown LK2 / Marburg
24.11.2019 LLG Showdown LK1 / Marburg
27.11.2019 Schwimmwettkampf / Marburg

Buch: Inklusion in Sport und Spiel

Details

< Einblick in das Training mit behinderten Tischtennisspielern
Sonntag, 17.11.2019 03:12 Alter: 21 Days

7 Deutsche Rekorde und 23 Medaillen

erfolgreiche DKM für das HBRS Schwimm-Team



Die Deutsche Kurzbahnmeisterschaft 2019 für Schwimmer mit Handicap fand am vergangenen Wochenende in Remscheid statt. Insgesamt 151 Schwimmer traten in 1005 Einzelstarts sowie 36 Staffeln gegeneinander an. Die Wertung erfolgt für alle Behinderungsklassen gemeinsam über ein Punktesystem, welches sich am jeweiligen Weltrekord der entsprechenden Startklasse orientiert. Die geschwommenen Zeiten werden mit einem Schlüssel in Punkte umgerechnet und so vergleichbar gemacht.


Bei der diesjährigen Veranstaltung wurden insgesamt 84 Deutsche, Europa- und Weltrekorde neu aufgestellt. Davon gingen 7 neue Deutsche Rekorde an hessische Schwimmer: vier an Kim Snyder und zwei an Yannick Pelikan, beide in der Startklasse AB (Allgemeine Behinderung). Sowie ein neuer Deutscher Rekord an Katharina Ganz in der Startklasse S14 (geistige Behinderung). „Das zeigt, dass die Athleten auf dem richtigen Weg sind“, kommentierte Landestrainer Thomas Hoppe.


Die neun angetretenen Athleten des HBRS konnten mit 8 Gold-, 7 Silber- und 8 Bronze-Medaillen die Heimreise aus Remscheid antreten, wovon 2 nationale Vize-Meistertitel und 6 dritte Plätze in der nationalen offenen Wertung besonders schwer wiegen.


Aufregend und abwechslungsreich war dieser Wettkampf für Yannick Pelikan (Jg. 2001) vom ersten Offenbacher SC. Beim Abendessen erhielt er den ersehnten Anruf von der Gala-Veranstaltung zur HBRS-Sportlerehrung aus Neu-Isenburg: Er hatte sich gegen seine Mitbewerber durchgesetzt und ist Nachwuchssportler des Jahres gewonnen! Für seine Entscheidung, trotz der Terminüberschneidung den Wettkampf zu besuchen, belohnte er sich selbst mit einer Bronze-Medaille in der offenen Wertung über 200 Meter Freistil und zwei Deutschen Rekorden über 100 Meter Freistil (im nächsten Lauf wieder eingestellt von Yannik Wasserzier, SG EWR Rheinhessen) und über 50 Meter Freistil in 0:25,35 in der Startklasse AB.


Die erfolgreichste hessische Athletin war Kim Snyder. Die 18-jährige wurde das erste Mal offen im großen Feld aller Starter gewertet. In ihren acht Einzelstarts konnte sie sich gegen die meisten davon behaupten. Das Team freut sich mit ihr über zwei deutsche Vize-Meistertitel (100 Meter Rücken hinter Verena Schott und 200 Meter Brust hinter Elena Krawzow) sowie vier Bronzemedaillen in den Einzelstarts über 50 und 200 Meter Rücken, 100 Meter Brust und 200 Meter Lagen. In allen drei Rückenstrecken und über 200 Meter Lagen hält Kim seit diesem Wochenende neue deutsche Rekorde. Durch ihre hervorragende Leistung an den drei Wettkampftagen qualifizierte sich Kim im großen Mehrkampf für den Finallauf über 400 Meter Freistil und belegte danach den dritten Platz in der Mehrkampf-Wertung Jg. 2002 und älter und wurde mit der fünften Bronze-Medaille belohnt.


Valentin Trabert (Jg. 2005) war für den SC Bad Nauheim mit dabei und verglich sich neun Mal mit den anderen deutschen Schwimmern. In der B-Jugend durfte er sich zahlreiche Medaillen abholen: drei Mal Gold und den Deutschen Jugendmeistertitel der Jugend B über alle drei Bruststrecken und zwei Bronze-Medaillen über 50 Meter Schmetterling und 200 Meter Freistil.
Vom SV Poseidon Limburg war Steven Bessler (Jg. 2002) fünf Mal am Start. In der A-Jugend wurde er zweiter und somit Deutscher Vize-Jugendmeister über 400 Meter Freistil und freute sich über seine Siegerehrung. Im nächsten Jahr wechselt auch er in die Wertung der offenen Klasse, aber mit seinen Leistungen in Remscheid konnte er sich auf einzelnen Strecken schon für die Internationalen Deutschen Meisterschaften 2020 in Berlin qualifizieren.
Für den VSG Darmstadt 1949 e.V. waren vier Schwimmerinnen am Start, Daniel Simon musste leider krankheitsbedingt absagen.


Das Quartett kehrte stolz mit 2 Gold- und 4 Silber-Medaillen in den Altersklassenwertungen, sowie einem Deutschen Rekord zurück: Gleich am ersten Tag setzte Katharina Ganz über die Sprintstrecken 50 Meter Brust ein Zeichen und schwamm in der Startklasse S14 in 0:38,47 einen neuen Deutschen Rekord. „Cool, endlich unter 40 Sekunden“, freute sich die 21-jährige Athletin, die im Rüsselsheimer Schwimm-Club trainiert und für den VSG Darmstadt startet. Auch ihre weiteren 5 Strecken lagen alle im Bereich ihrer Bestleitungen, worüber sie mit ihrer Heimtrainerin Marie-Louise Ganz sehr zufrieden war.

Im jüngeren Jahrgang der C-Jugend freute sich Marie Seidel über ihre Silbermedaille bei der Siegerehrung über 100 Meter Rücken. Erst vor zwei Wochen nahm Marie an einem Lehrgang der Co-Bundestrainerin Susanne Jedamsky, zuständig für Nachwuchs und Sichtung, in Kienbaum teil. Bei der DKM zeigte sie jetzt eine insgesamt sehr starke Leistung über die drei Freistilstrecken, sowie über 50 und 100 Meter Rücken.

Bei ihrer ersten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften ging Mona Lindner (Jg.2004) über alle drei Brust-Strecken an den Start. Sehr groß war ihre Freude über ihre erste Silbermedaille in der Wertung Jugend-B über die 200 Meter-Distanz. Trotz der Premiere vor großer Kulisse zeigte sie keine Nerven und verbesserte ihre Bestzeiten bei jedem Start.

Anja Völlmecke freute sich über ihre Siegerehrungen in der Masters-2-Klasse und holte sich über 100 und 200 Meter und 50 Meter Freistil Gold-, sowie Silber-Medaillen über 50 Meter Rücken und 100 Meter Freistil. Ebenfalls in der Master-2-Klasse startete Michael Lapp (BSG Groß-Gerau). Bei drei Starts gewann er drei Gold-Medaillen über 100 Meter und 200 Meter Rücken, sowie 200 Meter Freistil und zog das Fazit, dass ihn die gesamte Veranstaltung zu noch mehr Training motiviere.

Landestrainer Thomas Hoppe hatte 6 Staffeln gemeldet, bei der die Athleten noch einmal zum Einsatz kamen. Die Teams aus den Paralympischen Trainingszentren ließen keine Medaillenchance zu, das HBRS Schwimm-Team belegte aber gleich vier Mal Platz vier.

Gratulation an alle Teilnehmer für ihre Leistung, persönlichen Bestzeiten, Medaillen und Rekorde und ein großes Lob an alle Heimtrainer.

Die Ergebnisse im Einzelnen sind nachzulesen im Protokoll der Veranstaltung unter http://www.abteilung-schwimmen.de/dbs.php?page=207


Text: Marie-Louise Ganz


Fotos: Michael Lapp