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Dienstag, 06.11.2018 19:00 Alter: 14 Days

Tischtennis-Ass Yannik Rüddenklau im HBRS Interview

Im Interview mit HBRS Pressesprecher Sebastian Schiller berichtet Para-Tischtennissspieler Yannik Rüddenklau über neue Ziele nach seinem erfolgreichstem Turnier, der Para-Weltmeisterschaft 2018


Yannik, du kommst gerade zurück von deinem bisher größten und gleichzeitig erfolgreichstem Turnier in deiner bisherigen Karriere, der Weltmeisterschaft im Para-Tischtennis in Slovenien. 

Nimm uns doch einmal mit in den Verlauf des Turniers, wie hast du es wahrgenommen? 

"Nach insgesamt ca. 4 monatiger Vorbereitung bin ich mit gar nicht allzu großer Anspannung in Slovenien angekommen. Dabei bin ich mit der Einstellung in das Turnier gegangen, meine erste WM einfach nur zu geniessen und das beste dabei heraus holen zu wollen. Die Belastung habe ich während des Turniers selber gar nicht so wahrgenommen, erst im Nachhinein und lange Zeit nach meinem letzten Spiel als ich schon geduscht hatte habe ich zum Beispiel eine Verletzung an der Schulter gespürt. Das zeigt wie sehr die Anspannung dann wohl doch im Unterbewusstsein gewesen sein muss. Als sehr positiv habe ich auch den Zusammenhalt der deutschen Sportler im Team der Nationalmannschaft wahrgenommen. Insofern der eigene Zeitplan es ermöglichte versuchte jeder seine Kollegen an der Platte so gut wie möglichst zu unterstützen und zu pushen."

Du bist erst im Viertelfinale ausgeschieden und hast dich somit unter den Top 8 der Welt Platziert. Zufrieden? 

"Es lief tatsächlich besser als ich gedacht hatte. In den letzten Jahren wurde ich immer wieder durch Verletzungen oder Schwierigkeiten mit meiner Prothese zurückgeworfen. Auch kurz vor der WM war  ich wieder nicht topfit. Dann erst im Viertelfinale einer WM so knapp zu scheitern zeigt mir, dass ich auf dem richtigem Weg bin. Dabei gelang es mir in Slovenien das erste mal einen Top 10 Spieler zu schlagen .In Zukunft möchte ich auf internationalen Turnieren versuchen die ein oder andere Medaille zu gewinnen. Das große Ziel bleibt für mich aber weiterhin die Teilnahme an den Paralympics in Tokio 2020."

Du sprichst von Tokio 2020, den paralympischen Spielen…steht dieses Ziel über allem? 

"Das könnte man so sagen, ja. Bei nur 15 Plätzen im größten Event im Para-Sport der Welt ist es natürlich ein Traum für jeden Athleten sich mindestens einmal dafür zu qualifizieren. Ich denke wenn ich weiter hart arbeite und meinen Weg gehe, habe ich eine realistische Chance diesen Traum zu leben, und ihn mir vielleicht sogar zu erfüllen. Um mir das Ziel so lange wie möglich in Reichweite zu halten muss ich aber sicherlich nicht nur gesund und verletzungsfrei bleiben sondern auch weiter hart trainieren. Nächstes Jahr möchte ich hierzu etwas mehr Krafttraining einbauen, gleichzeitig aber versuchen Unbeschwert zu bleiben, da ich gemerkt habe, dass sich doch sehr viel im Kopf abspielt."

Ich wünsche dir auf deinem Weg nach Tokio alles gute, und hoffe dich dann in Tokio sehen zu können.

"Vielen Dank" 

Interview: Sebastian Schiller 

Foto: Hannes Doesseler